Jederzeit und überall Dateien, Filme und Musik über Smartphone oder PC abrufen? Das Zauberwort heißt Cloud Computing. Dazu wird nicht mehr benötigt als ein Internetanschluss und ein Browser. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff, über den seit Monaten in den Medien berichtet wird? Wir haben uns für euch mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Also, laut Wikipedia bedeutet Cloud Computing folgendes: „Cloud Computing umschreibt den Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen“. Alles halb so wild, denn gemeint ist damit lediglich die Möglichkeit, Daten nicht mehr nur auf dem eigenen Computer oder auf dem Smartphone zu speichern, sondern seine digitalisierten Fotos, Musik, Filme und Dokumente im Internet abzuspeichern – und von überall darauf zuzugreifen. Durch die rasche Verbreitung mobiler Geräte wie Smartphones oder Tablets steigt die Nutzung der Cloud und damit auch die Zahl der Anbieter.
Wie funktioniert’s?
Im Prinzip ist es ganz einfach. Anbieter aussuchen und registrieren. Der jeweilige Anbieter stellt den Speicherplatz dann auf einem Server zur Verfügung. Im Idealfall können Daten auf der eigenen Festplatte automatisch mit denen in der Cloud synchronisiert werden, sofern eine Verbindung zum Internet besteht. Bei Anbietern wie Drop Box oder Suger Sync ist die Synchronisation kostenlos. Auf Grund der großen Datenmenge ist eine Internet-Flatrate zu empfehlen. Um mit dem Smartphone auf die Wolke zugreifen zu können, stellen die Anbieter entsprechende Apps zur Verfügung.
Was kann ich in meiner Wolke abspeichern?
Eigentlich alles – von Fotos über Musik und Dokumenten bis hin zu Filmen. Dabei ist lediglich die Beschränkung des Speicherplatzes zu beachten. Vor allem bei kostenlosen Angeboten, die es fast überall gibt. Zum Beispiel bietet Dropbox zwei Gigabyte kostenlosen Speicher an. Bei HiDrive von Strato und der iCloud von Apple sind es immerhin fünf Gigabyte. Sky Drive und die Telekom-Cloud bieten jeweils beachtliche 25 Gigabyte an. Den größten Speicher bietet jedoch Adrive mit stolzen 50 Gigabyte.
Wie teuer ist zusätzlicher Speicher?
Wer allerdings mehr Speicherplatz benötigt, muss dafür etwas zahlen. Die Preise für Zusatzspeicher variieren von Anbieter zu Anbieter enorm. In den meisten Fällen zahlt man dafür eine Monatsgebühr von bis zu 15 Cent pro Gigabyte. Zehn Gigabyte Extra-Speicher würden dem zufolge 1,5 Euro pro Monat kosten. Bei einem noch höheren Speicherbedarf empfiehlt sich zum Beispiel der US-Anbieter Livedrive. Er bietet für zehn Euro im Monat 2.000 Gigabyte.
Wie sicher sind meine Daten?
Auch wenn die Daten verschlüsselt übertragen werden und der Zugang zur persönlichen Cloud per Passwort geschützt ist, gibt es keinen hundertprozentigen Schutz vor Hackern. Bei jeder Datei sollte sich der Eigentümer deshalb überlegen, wie dramatisch es wäre, wenn die Datei in fremde Hände geraten würde. Für wichtige Dokumente oder Unterlagen lohnt dennoch die Sicherheitskopie im Netz – da selbst bei einem Brand oder einem Einbruch nichts verloren geht. Bei großen Dateien wie Filmen hingegen macht die Anschaffung einer externen Festplatte Sinn, da keine monatlichen Kosten anfallen.
Was haltet ihr von der Möglichkeit, Dateien online abzulegen? Hat jemand von euch bereits Erfahrungen mit der Cloud gesammelt?



